Mein Manifest für gelungene Sichtbarkeit: Dafür braucht es vor allem drei Dinge – Verantwortung, Haltung und Vertrauen. Alle drei Dinge wachsen mit deiner Sichtbarkeit. Und ehrlich gesagt, war es mir bei meinem Start in die Sichtbarkeit auch selbst noch nicht bewusst.
Gelungene Sichtbarkeit hat aus meiner Sicht nichts mit heißer Luft, Lautsein oder Empörung zu tun – sondern viel mehr mit Menschlichkeit und Klarheit.
Auf deinem Weg in die Sichtbarkeit wirst du viele Erkenntnisse gewinnen. Da bin ich mir ganz sicher. Und die Sichtbarkeit wird dir viel Freude bringen. Also mach dich auf deinen Weg – am besten gleich.
1. Du kannst nicht nicht sichtbar sein
Genauso wie du nach Paul Watzlawick nicht nicht kommunizieren kannst, so kannst du auch nicht nicht sichtbar sein. Du kannst dich in die hintere Ecke eines Raumes setzen, um möglichst wenig aufzufallen, aber du bist sichtbar.
Daher kommen wir zum nächsten Punkt:
2. Gestalte deine Sichtbarkeit
Ich empfehle dir: Nimm das Zepter in die Hand, wie, wo und wofür du sichtbar sein möchtest. Für welche Themen möchtest du gefunden werden? Was möchtest du öffentlich teilen – und was soll privat bei dir bleiben? Wo – auf welchen Bühnen – möchtest du sichtbar sein?
3. Sichtbarkeit bedeutet Verantwortung
Sichtbarkeit heißt für mich, Verantwortung für die eigenen Inhalte und für die Wirkung der eigenen Beiträge zu übernehmen. Dazu gehört es, Inhalte zu veröffentlichen, die einen positiven Mehrwert für die Leserinnen bedeuten wie z.B. sich zu informieren und zu inspirieren.
4. Sichtbarkeit bedeutet Klarheit
Die Arbeit an der eigenen Sichtbarkeit und Positionierung bringt Klarheit. Klarheit über deine Ausrichtung, darüber, bei wem du sichtbar werden und was du in der Welt verändern möchtest. Kurz gefasst, welche Personal Brand oder Marke du werden möchtest.
Ich persönlich bevorzuge in diesem Zusammenhang das Wort Positionierung.
5. Sichtbarkeit stärkt das Selbstbewusstsein
Die Arbeit an der eigenen Positionierung stärkt das Selbstwertgefühl und die Selbstwirksamkeit, weil du dann weißt, wofür du stehst und das auch aktiv kommunizierst.
6. Sichtbarkeit ist ein persönliches Thema
Deine Einstellung zur Sichtbarkeit ist geprägt von deinem sozialen, familiären und beruflichen Umfeld. Hinterfrage deine Überzeugungen zum Thema Sichtbarkeit. Sie können deine Sichtbarkeit massiv behindern oder fördern. Hinterfrage dich dann genau, ob diese Überzeugungen weiterhin für dich gültig sind.
7. Sichtbarkeit entsteht nicht über Nacht
In der Regel heißt Sichtbarkeit jedoch Dranbleiben, jeden Tag kleine Schritte gehen und diese kleinen Schritte regelmäßig zu überprüfen. Und das dauert seine Zeit. Deine Sichtbarkeit entsteht dann im Laufe von Monaten.
8. Sichtbarkeit bedeutet Haltung
Sichtbarkeit bedeutet auch, Stellung zu beziehen und Haltung zu zeigen. Das ist es, worauf es in Zukunft immer mehr ankommt. Denn das, was du weißt, können deine Interessentinnen und Kundinnen auch von anderen Anbieterinnen beziehen. Sie kommen zu dir, weil sie es mögen, wie du vorgehst und welche Haltung du zu deiner Arbeit und deinen Angeboten hast.
9. Sichtbarkeit heißt, sich selbst kennenzulernen
Durch die Arbeit an deiner Positionierung beschäftigst du dich mit deinen Werten, Stärken und deiner Haltung. Es ist eine Reise zu dir selbst – und bei jedem Schritt überlegst du, ob und wie du darüber sprechen und damit sichtbar werden möchtest.
10. Sichtbarkeit entsteht überall
Sichtbarkeit entsteht online und offline. Sie entsteht auf deinem Weg zur Arbeit, im Meeting vor Ort, in der Kommunikation vor Ort und digital. Sie entsteht überall – und sollte an allen Orten kongruent sein.
11. Sichtbarkeit ist einzigartig
Deine Sichtbarkeit gehört zu dir. Und sie ist so einzigartig und individuell, wie du es bist. Deine Sichtbarkeit ist auch nicht nur ein Glanzbild deiner Persönlichkeit. Du kannst deine Besonderheiten zeigen, mit denen du in Erinnerung bleibst.
12. Sichtbarkeit braucht Vertrauen
Wenn du sichtbar werden möchtest, brauchst du Vertrauen. Vertrauen in dich, deine Persönlichkeit, dein Stärken, deine Haltung und auch in den Großteil deiner Leserinnen. Nicht immer werden alle mit dem einverstanden sein, was du äußerst. Und dann ist es gut, dieses Vertrauen in dich und dein Netzwerk zu haben.
13. Sichtbarkeit ist menschlich
Sichtbarkeit ist zutiefst menschlich. Du stellst dir – vielleicht auch mit Unterstützung einer professionellen Beratung – Fragen, wer du bist und was davon sichtbar werden soll.
Deine Sichtbarkeit ist individuell und human – mit Ecken, Kanten und Falten.
Spannend, liebe Gesa. Ich würde es beim Punkt 4 allerdings wohl umdrehen – Positionierung bringt Klarheit – und damit fühle ich mich dann sicher, wenn ich sichtbar werden will.
Für mich ist dein erster Punkt fast schon der wichtigste! Das Gestalten dessen, wie ich nach außen gesehen werde, war für mich der große GameChanger. Wenn ich das möchte, kann ich nach außen laut sein oder leise und das bestimme nur ich.
D.h. natürlich nicht dass die anderen zwölf Punkte unwichtig sind. Danke für die wunderbare Sammlung.
Oha, dreizehn Punkte zur Sichtbarkeit? Ganz schön viel, dachte ich VOR dem Lesen. BEIM Lesen war ich dann sehr mit deinen dreizehn Punkten und auch mit der Reihenfolge einverstanden. Ergänzen möchte ich noch, dass das Rausgehen in die Sichtbarkeit auch eine gewisse Überwindung sein kann, die Mut braucht. Hat man dann die ersten Schritte getan, kann Sichtbarkeit wie ein Muskel sein: Sie wird kräftiger beim Tun.